Tipp 6: So findest du die richtige Hardshelljacke fürs Tourengehen

Absolute Wasserdichtheit ist auf Tour nur selten gefragt. Denn mal ganz ehrlich: wie oft sind wir im strömenden Regen unterwegs? Bei gutem Wetter (und das sollte die Regel beim Tourengehen sein) reicht oft eine wasserabweisende Softshell manchmal sogar eine dünne Nylonjacke völlig aus.

Schließlich kommt es eher darauf an, dass die Außenschicht keinen Wind durchlässt, anstatt dass sie einem Tauchgang standhält. Nichts desto trotz bietet eine Hardshelljacke auf Hochtouren oder mehrtägigen Unternehmungen, bei denen auch stärkere Wetterumschwünge auftreten können, die größeren Sicherheitsreserven.

Superwichtig: der Schnitt

Deine Jacke sollte  gut sitzen, jede Bewegung mitmachen und die Taschen nicht dort haben, wo die Rucksackgurte verlaufen. Ob alles passt, zeigt ein einfacher Test: Mit geschlossenen Bündchen die Arme nach oben nehmen und schauen, was alles mitrutscht. Wer plötzlich bauchfrei dasteht, greift besser zum nächsten Modell.

Auch wichtig: die Details

Lüftungsreißverschlüsse sorgen für ein angenehmes Klima beim Hiken im Sturm. Je weniger Nähte die Jacke hat, umso besser, denn sie sind  die Schwachstellen bei allen Textilien: Die Einstiche schwächen das Material und das Tape, welches innen über die Naht gelegt wird, um sie wasserdicht zu machen, ist kaum atmungsaktiv.

Damit du möglichst lange mit einer Jacke auskommst, solltest du darauf achten, dass die Schultern verstärkt sind, bzw., dass in diesem Bereich keine Nähte verlaufen. Hinzu kommt, dass der Rucksack den Oberstoff an allen Kontaktpunkten abwetzt. Ist der dann mal angescheuert, hält sich meist auch die Wasserdichte in sehr engen Grenzen.

Die robustesten Jacken sind in einer Dreilagenkonstruktion gefertigt, was  bedeutet, dass hier die Membran mit Futter und Oberstoff zu einer Schicht laminiert wird, die dann aus drei Lagen Material besteht.

Im Gegensatz dazu hängt bei zweilagigen Jacken das Futter lose in der Jacke, während die Membran nur mit dem Außenstoff verbunden ist. Man erreicht dadurch einen weicheren Griff und die Jacke knistert weniger aber die Membran ist auf der Innenseite nicht so gut geschützt.

Der Schneefang einer Jacke funktioniert meist nur dann einwandfrei, wenn er mit der Hose verbunden werden kann. Ist das nicht möglich, rutschen die Dinger auch gerne mal hoch und halten den Schnee auch nach dem Sturz noch schön lange im Inneren der Jacke. Ich bin kein großer Freund dieser Errungenschaft.

Länger haltbar – mit der richtigen Pflege

Für alle Kleidungsstücke mit Funktionsmembran gilt: Mit der richtigen Pflege halten sie doppelt so lange. Ab und zu sollten die Klamotten in die Wäsche, da Körperfette und –öle die Membran angreifen und so deren Funktion beeinträchtigen.

Wichtig dabei: keine Weichspüler verwenden, nicht zu stark schleudern und den Anweisungen auf dem Etikett folgen. Neben speziellen GORE-TEX Waschmitteln kann man auch normales Feinwaschmittel verwenden.

Nach dem Waschen sollten die Kleidungsstücke immer imprägniert werden, denn ein nasser Oberstoff lässt die darunter liegende Membran nicht Nach dem Imprägnieren am besten alles in den Trockner stecken oder auf niedrigster Stufe bügeln. Die Wärmeeinwirkung verstärkt den Imprägnierungseffekt. So gut wie zu Beginn wird’s aber nicht mehr abperlen.

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