Tipp 10: Welche Boots brauche ich fürs Splitboarden?

Zum Tourengehen eignen sich härtere Schuhe besser, da sie in der Abfahrt eine direktere Kraftübertragung gewährleisten und dadurch mehr Sicherheit bei harten Verhältnissen bieten. Aber auch im Aufstieg mit zweiteiligen Splitboards sollte der seitliche Schuhflex eher hart als weich ausfallen. Bei unangenehmen Querungen müssen durch die breiten Boardhälften ziemlich ungünstige Hebelverhältnisse überwunden werden, da bist du froh über jedes bisschen Halt, das dir die nervenaufreibende Schinderei erleichtert. Jibbqualitäten sind an dieser Stelle eher ein Killerkriterium.

Manche Hersteller verwenden Vibram Sohlen. Diese Gummimischung kommt aus dem Bergstiefelbereich und bietet optimalen Grip auf Fels und Schnee. Eine harte Sohle erleichtert die Montage von Steigeisen. Snowboardboots sind jedoch hauptsächlich zum Riden und weniger zum Hiken gebaut. Darum kann es leicht zu Blasen und Druckstellen kommen. Spätestens bei der zweiten Tour weißt du aber, wo der Schuh drückt und kannst diese Stellen bereits vorher mit Tape abkleben. Meist reicht eine dünne Schicht, die die Reibung auf der Haut verhindert, um keine Blasen zu bekommen. Bei üblen Druckstellen schafft ein kleines Stück Moosgummi zwischen Fuß und Socken Abhilfe.

Eine weitere Möglichkeit Blasen oder Druckstellen vorzubeugen, bieten Thermofit Innenschuhe. Das Material passt sich perfekt an die Fußform an und deine Hausschuhe haben ausgedient.

Wenn du dir neue Boots kaufst, schau drauf, dass sie möglichst wenig Vorlage haben. Zum Abfahren ist die eingebaute Vorlage prima, aber beim Aufsteigen behindert sie nur. Besonders auf flachen Stücken werden große Schritte effizient verhindert und die Zehennägel graben sich erbarmungslos in die Schuhspitze.

Hardboots?

Eine Alternative zu harten Softboots sind Hardboots. Die bieten vor allem im Aufstieg Vorteile. Die Kraftübertragung ist äußerst direkt, selbst wenn mit offenen Schnallen gegangen wird, was die Sache recht bequem macht. In steilen Rinnen erleichtert die steife Sohle das Stufenschlagen und wenn’s noch gröber wird, können schnell Steigeisen mit Kipphebel montiert werden. Ob diese Vorteile den Verzicht auf das Surffeeling in der Abfahrt rechtfertigen, muss jeder selber wissen. Ihr Einsatzbereich erstreckt sich vor allem auf lange Anstiege und Hochtouren, bei denen der Fokus auf dem Erreichen eines Gipfels liegt und nicht auf epischen Turns.

Neben den Conveniencelösungen gibt es beim Hardboot auch die Möglichkeit, selber kreativ zu werden und die Plastikschale so lange zu maltretieren, bis der Schaftlex in etwa an den eines Softboots rankommt – bei einer steiferen Sohle. Ich hab mich hier auch schon ausgetobt, bin aber bisher noch zu keinem befriedigenden Ergebnis gekommen.

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