Tipp 8: Welche Accessoires braucht’s fürs Splitboarden?

Funktionsunterwäsche, Wärmeschicht und Wetterschutz haben wir schon diskutiert. Was noch fehlt, sind die Kleinigkeiten, die das Klamottensystem abrunden. Also los:

Handschuhe für auf und ab

Am besten funktioniert bei mir ein System aus  dünnen Handschuhen für den Aufstieg und den Umbau am Gipfel, kombiniert mit einer dickeren Variante für die Abfahrt. Glattes Obermaterial hat sich im Aufstieg bewährt. Da bleibt weniger Schnee und Fellkleber hängen als bei Fleece- und Wollhandschuhen. Lang war ich mit dünnen Softshellhandschuhen unterwegs, doch im Moment steh ich auf dünn gefütterte Lederhandschuhe. Die sind ziemlich robust und schauen sehr cheffig aus. Allerdings muss man sie immer wieder imprägnieren, damit das Leder nicht so schnell nass wird. Weiterer Vorteil: mit der Zeit passen sich die Handschuhe den Händen an. D.h. sie werden eigentlich immer bequemer.

Meine allerwärmsten Handschuhe sind zugleich die billigsten: Kälteschutzfäustlinge von der Bundeswehr. Je nach Versender sind die neu für ca. 10,- zu haben und absolut überragend in ihrer Wärmeleistung. Dabei sind sie noch wasserdicht und unzerstörbar. Nur die Passform eignet sich nicht für feinmotorische Zwecke, aber hey dafür sind wir auch nicht unterwegs.

Einen Zweitnutzen entwickelt so ein Fäustling, wenn du deine Alu-/Stahl-Trinkflasche mit warmem Tee reinsteckst. Der Handschuh isoliert den Tee und du sparst dir die Thermoskanne. Zugegeben ganz so warm wie mit dem Original bleiben die Getränke nicht, aber für einen lauwarmen Schluck am Gipfel reicht es in der Regel durchaus.

Generell gilt: immer Handschuhe anziehen, auch wenn die Temperaturen im Frühling das beim Aufstieg auf den ersten Blick oft nicht erfordern. Wer einmal bei Harsch ausgerutscht ist und versucht hat, sich mit bloßen Fingern im Schnee festzukrallen, weiß welche Abschürfungen das gibt. Fäustlinge sind wärmer als Fingerhandschuhe. Darüber hinaus sollten die Handschuhe eher locker sitzen. Dicke Nähte, die dir das Blut abdrücken, resultieren schnell in kalten Fingern. Ein anderer Grund für kalte Finger ist eine zu dünne Jacke – kein Witz. Wenn der Körper unterkühlt, fährt er als erstes die Blutzirkulation in den Extremitäten zurück.

Easy: die Mütze

Fleece kratzt weniger als Wolle. Immer mitnehmen! Mein Favorit: eine Mütze aus Powerstretch Fleece. Die ist leicht, winddicht und trocknet schnell. Mehr Stylepunkte bekommst du natürlich mit der Strick- oder Häkelversion.

Der Kopf ist normalerweise gut durchblutet, darum wird hier auch viel Wärme abgegeben,
wenn er nicht geschützt wird. D.h. eine Mütze kann dafür sorgen, dass dein ganzer Körper wärmer wird.

Schlauchtuch

Mir stehen die Dinger nicht besonders, darum habe ich sie lange Zeit nicht eingesetzt, dabei sind sie eigentlich perfekt: Als Stirnband halten sie die empfindlichen Ohren warm und lassen gleichzeitig oben den Dampf raus. Als Schal wärmen sie Hals und Nacken, ohne dass man dafür eine Jacke bräuchte, die dann an anderer Stelle zu warm wäre. Aber die Vorteile dieser Teile muss ich eigentlich nicht mehr anpreisen, die haben eh schon die Runde gemacht und vermutlich ist es schwerer heute einen Outdoorsportler zu finden, der keines dieser Tücher besitzt.

Sonnenbrille

Je höher der Berg, umso intensiver zeigt sich die Wirkung der Sonne. Der reflektierende Schnee verstärkt den Effekt, weshalb eine gute Sonnenbrille zur Standardausrüstung gehört. Ich verwende oft eine Gletscherbrille, deren Gläser je nach Verhältnissen nachdunkeln können, was bei wechselnden Licht/Schattenverhältnissen sehr angenehm ist. Das beste Glas nützt jedoch nur halb so viel, wenn Licht von der Seite einfallen kann. Also auch hier wieder auf gute Passform achten!

Schneebrille

Zum Abfahren eignet sich eine Schneebrille deutlich besser als die Sonnenbrille, weil sie keinen Zug an die Augen lässt und du dich ungestört aufs Gasgeben konzentrieren kannst. Hochwertige Modelle verfügen über mehrlagigen Schaumstoff, verzerrungs- und beschlagsfreie Scheiben sowie perfekten UV-Schutz.

Überleg dir, unter welchen Bedingungen du deine Schneebrille einsetzen willst. Bei Nebel und diffusen Lichtverhältnissen bieten rosa bis orange getönte Scheiben den besten Kontrast. Bei strahlendem Sonnenschein am Gletscher, sollte die Scheibe deine Augen sicher vor Schneeblindheit bewahren und dafür über besonders dunkle Gläser mit geringer Lichtdurchlässigkeit verfügen. Wer für alle Verhältnisse gerüstet sein will, besorgt sich verschiedene Gläser für eine Brille und wechselt je nach Bedingungen oder legt sich gleich zwei Modelle zu. Die nötige Kohle spart man ja bei den Lifttickets.

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