Tipp 3: Lawinenkunde – das lohnt sich zum Anschauen – Zuhören – Mitmachen

Ok, das ist jetzt kein Geheimnis – je mehr man sich mit einem Thema beschäftigt, umso größer wird das eigene Knowhow. Auch was die Lawinenkunde betrifft.

Anschauen

2017 findet sich alles im Netz, da kann man schon mal den einen oder anderen Abend damit verbringen, sich anzusehen, was auf youtube unter den Stichpunkten #Lawine #Avalance und #epic kommt. Auch Travis Rice hat zu diesem Thema etwas zu erzählen.

Etwas stukturierter und didaktischer geht’s beim Deutschen Alpenverein zu. Der hat eine anschauliche Info-DVD mit dem Titel Notfall Lawine herausgebracht, die jedoch aktuell vergriffen ist.

Ebenfalls sehr einprägsam ist das Webspecial des Kanadischen Lawinenwarndienstes über einen großen Lawinenabgang, bei dem vier Personen komplett verschüttet und von einer ebenfalls vierköpfigen Gruppe gerettet wurden.

Neben den standardisierten Texten des Lawinenlageberichts, gibt z.B. das LLB-Team Tirol noch einen umfangreichen und informativen Blog heraus, der die Hintergründe der aktuellen Situation ausführlich erläutert und mit vielen Bildern ergänzt. Eine hochaktuelle und absolut informative Lektüre.

Wenn du Bilder von Lawinenabgängen oder besonders charakteristischen Schneeverhältnissen gemacht hast, kannst du sie auch gern dort einschicken. Die Chancen stehen gut, dass sie im Blog landen.

Den umfangreichsten Service rund um Lawinenkunde, Schneedeckenentwicklung und aktuelle Forschung auf diesem Feld bieten vermutlich die Seiten des SLF. In Davos sitzen eine Reihe sehr fähiger Leute, die mit großer Unterstützung viele spannende Fragen zum Thema Schnee und Lawinen untersuchen. Ihre Erkenntnisse fließen u.A. in Merkblätter und Tools ein, die man teilweise hier downloaden kann. (Nicht vom alten Layout der Seiten abschrecken lassen. die Infos sind hochaktuell)

Zuhören

Meist finden am Anfang der Saison diverse Vortragsabende zum Thema Lawinenkunde statt: die werden nicht nur von den Alpenvereinen organisiert, auch Hersteller und Händler bieten entsprechende Veranstaltungen an. Lohnt sich durchaus, da mal reinzuschauen. Im Gegensatz zu Buch und Film hast du hier immer noch die Möglichkeit, dich mit den Experten auszutauschen und Fragen zu stellen. Außerdem profitierst du von den Fragen anderer Zuhörer und zu guter letzt kannst du dich bei diesen Abenden prima nach Tourenpartnern umsehen.

Mitmachen

Kein Buch und kein Vortrag ersetzen die fachkundige Einführung und die praktische Erfahrung, die du bei einer Ausbildung bekommst. Lawinen-Kurse werden von verschiedenen Institutionen angeboten:

DAV
SAAC
ÖAV
Mammut
Ortovox bietet dafür sogar eine Safety Academy mit Online Training
Risk and Fun Camps an Schulen
White Risk

Darüber hinaus kannst du einen Bergführer mieten oder den Tourenkurs einer Bergschule besuchen. Das hat den Vorteil, dass du in der Regel das neueste Equipment testen kannst und so ein gutes Gefühl dafür kriegst, welches LVS-Gerät dir zusagt und welches nicht.

Ausprobieren

Einen Vortrag zu besuchen ist prima. Eine Ausbildung zu absolvieren ist besser. Aber nur der Anfang. Geländebeurteilung, Verhalten im Notfall und Risikochek wirst du nur durch permanentes Üben gut hin bekommen. Also nimm dir ein bisschen Zeit und probiere das Gehörte noch mal selber mit deinem Tourenpartner aus. Dazu gibt es spezielle Tourenlehrpfade wie an der Lampsenspitze im Sellrain oder Lawinensuchfelder wie z.B. in Sportgastein oder im Stubai. Aber auch ohne Gebirge kannst du deine Fähigkeiten mit dem LVS trainieren. Die Dinger lassen sich wunderbar im Garten verstecken und dann mit einem anderen Gerät orten. Gerade am Anfang der Saison eine gute Sache.

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