Tipp 7: So kommst du an die perfekte Tourenhose

Ja mei, was ist schon perfekt? Mein System vielleicht auch nicht, aber ich komm damit gut zurecht: An den Beinen bin ich weniger kälteempfindlich, da reicht mir eine Softshellhose für die allermeisten Bedingungen völlig aus. Wenn selbst die zu warm wird, finde ich Lüftungsschlitze an der Seite sehr angenehm.

Die Softshell-Gewebe sind in der Regel ein wenig dehnbar und bieten eine höhere Atmungsaktivität als Hardshells. An einem normalen sonnigen Tag ist so eine schneedichte Außenschicht völlig ausreichend.

Worauf kommt’s bei der Tourenhose an?

Wie bei jedem anderem Ausrüstungsgegenstand auch zählt bei der Tourenhose hauptsächlich die Funktion. Wer nur vom Lift aus Abstecher in den Powder unternimmt, ist auch mit einer Superbaggy gut angezogen.

Alle, die ihr Board länger als 30 min. bergauf tragen, sollten sich nach etwas engerem umsehen, das die Bewegungen beim Laufen weniger einschränkt, denn die Kraftersparnis einer gut sitzenden Hose ist enorm. Zugleich verbessert sich die Atmungsaktivität mit engeren Klamotten. Kein Witz.

Da man auf Tour eher selten im Schnee und gar nicht im Lift sitzt, muss auch die Wassersäule einer funktionellen Tourenhose nicht besonders hoch sein. Eine elastische Softshellhose macht alle Bewegungen mit und stört selbst beim Gehen mit Steigeisen nicht. In Sachen Style ist das natürlich eine Katastrophe, aber abseits der Skigebiete sieht uns ja eh keiner – also was soll’s?

Wer sich eine wasserdichte Hardshellbux zulegt, sollte auf einen guten Schnitt bzw. elastische Einsätze an Knie und Hintern achten. Genauso wie auf anständige Lüftungsreißverschlüsse. Beides macht sich beim Hiken durchaus bezahlt. Schließlich ist der Bewegungsumfang bergauf wesentlich größer als bergab.

Was heißt eigentlich wasserdicht?

Nach europäischer Norm darf Bekleidung ab einer Wassersäule* von 800 mm als wasserdicht bezeichnet werden. Wenn du wirklich dichte Klamotten willst, solltest du nach einer Wassersäule von mindestens 10.000 mm suchen. Zum Vergleich: Die leistungsfähigsten Membranen erreichen Werte von ca. 30.000 mm.

*Wassersäule: wird in Millimetern angegeben und beschreibt den Wasserdruck, dem ein Gewebe standhält. Gemessen wird auf einer Fläche von 1cm2. 20.000 mm bedeuten demnach, das Bekleidungsstück hält  den Druck einer 20 m großen Wassersäule auf einem cm2 aus. Was sich nach recht viel anhört, darf aber nicht überschätzt werden, da der Druck beim Sitzen im Schnee oft um ein vielfaches höher ist.

Für die ganz greißligen Tage, an denen es stürmt und schneit, kram ich dann meine Bib raus. Zu deutsch die Latzhose. So ein Latz ist eine feine Sache, wenn’s dich im Powder latzt, denn dann geht dir der Schnee nicht an die Wäsche. Im Aufstieg ist so eine Latzhose natürlich wärmer, aber dafür kann man sich evtl. eine Weste sparen. Ist alles immer ein bisserl Erwägungssache und jedes Bekleidungssystem funktioniert bei unterschiedlichen Verhältnissen unterschiedlich gut.

Mit der Kombi aus Hardshell-Latzhose und Softshellhose bin ich in der Vergangenheit aber immer gut klar gekommen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: