Wildschnee Splitboard Prototyp Test

Ja mei, wenn’s um einen Prototypentest geht, dann bin ich auch am Sonntag fürs Arbeiten zu motivieren.

Vorab bisserl was zum Hintergrund: Nachdem er bisher nur fremde Boards verkauft und einige ganz besonders feine selber gebaut hat, hat sich der Wildschnee Markus dazu entschieden, für die Saison 22/23 selber Bretter bauen – zu lassen. Quasi das Beste aus beiden Konzepten: Selber ein Brett designen, aber nicht nächtelang im Keller stehen.

Gefertigt wird jetzt eine exklusive Kleinserie bei Comera in Lecco, Italien. Aber wenn auf den Boards Wildschnee draufsteht, darf da natürlich nur die erste Sahne drin sein. Also haben wir uns den einen Prototyp geschnappt und sind damit in unser Lieblingslabor gegangen. 600 Höhenmeter waren genau richtig, um die Wildschnee-Version des Surrealosa ausgiebig zu testen.

Genug Platz für zwei weitere Spuren im frischen Pow

Das gute Stück ist 161 cm lang und hat ein dezentes Swallowtail. Soweit nichts Extravagantes, schau mer mal wie’s funzt.

Kleines Swallow, Earlyrise Nose mit Camber und mittlerer Flex – das passt

Trotz Sonntag ist wenig los, wir dürfen sogar spuren. Ein seltenes Vergnügen. Aber so können wir gleich mal schauen, wie sich das Brett dabei schlägt. Die Nose ist eher soft, hält aber auch im tiefen Schnee gut ihre Spannung anstatt sich komplett zu verbiegen.

Den Zinken würde ich auch im größten Schneesturm erkennen
Ganz entspannt geht’s nach oben

Im Aufstieg verhält sich das Brett angenehm unauffällig. Die Kante hält – auch wenn es auf den letzten Metern richtig steil wird und die Nose verfügt über genügend Steifigkeit. So kommen wir gut voran.

Blick aufs Verfolgerfeld, das jetzt mit unserer krummen Spur klarkommen muss

Gut zu sehen das I Fix Spannsystem, bei dem sich das Fell mit Gummis direkt in der Nose einhängen lässt. Damit ist die Felleinhängung von vorne bis hinten gerade, anstatt wie bei den ersten Splits auf einer Seite der Nose zu hängen.

Notiz am Rande: Hier sind die Spark Clips verbaut, und die haben im #Reallife mit Schnee und Eis und Handschuen wunderbar funktioniert. Darum werden sie mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch auf dem fertigen Brett landen.

Hey Mom, ich hab ein Brett designed

Im Aufstieg war soweit alles unspektaktulär, aber eigentlich sind wir ja nur wegen der Abfahrt hier. Ein bisserl einen Adrenalinschub gab’s noch, weil da grad 5 Leute am Drop in standen. Die waren aber irgendwie noch nicht so wirklich fertig und so konnten wir da ganz elegant vorbei ziehen und den Hang umackern. 20 cm Freshies waren da natürlich gerade recht.

Ja, das Ding geht gut ums Eck. Und sauber stauben tut’s auch. Was also will man mehr? Der Markus meint, dass es ziemlich agil ist und auch einiges an Speed verträgt.

Am Ende geht’s noch ein wenig über die Pisten und da hat sich dann gezeigt, dass beim Carven auf hartem Untergrund ein wenig Adaption in der Fahrtechnig gefragt ist. Sprich da verlangt die Planke nach einer guten Führung, während ein Raceborard einfach gekippt wird und den Rest mehr oder weniger alleine macht. Aber für die Pisten ist das Ding ja nicht gebaut. Für Waldruns und offende Bowls dagegen schon und in diesem Terrain funktioniert es prächtig.

Jetzt noch ein bisserl Feinabstimmung von Flex und Felleinhängung, dann kann der nächste Winter kommen.

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