Saisonauftakt 22/23

Ja gut, eine Überraschung ist das schon lang nicht mehr, aber was willst du machen? Spitzing ist halt immer noch der place to be, wenn’s um einen einfachen Zugang zum Schnee geht. Also mitten in der Nacht ins Auto und los. Bis zum Sattel ist alles grün. Die Gesichter werden länger. So wie’s aussieht, geht hier nix.

Um 6 Uhr ziehen wir uns das Parkticket, dabei sind wir nicht die ersten – schon ein bisserl strange. Der Parkplatz ist schneebedeckt, also sieht’s so aus, als ob das heute was werden könnte.

Im Schein der Stirnlampen geht’s über die gefrorene Spur gen Westen. Alles ist gut bedeckt nirgendwo schaut ein Stein raus – das hätten wir vor einer halben Stunde nicht gedacht.

Mit jedem Schritt wird der Schnee besser. Sogar ein wenig Pow ist dabei und der wird immer mehr.

Um auf der bekannten Tour wenigstens ein bisschen Neuland zu erkunden, nehmen wir heute den Grat durch den Wald zu Fuß in Angriff. Bin gespannt.

Zum Sonnenaufgang stehen wir direkt im Wald. Da isses schwierig mit den Gegenlicht-Actionshots, aber der Rückblick hat auch was.

Die letzten Meter. Zu Fuß geht’s eigentlich ganz gut – zumal eh schon eine Spur vorhanden ist, aber Höhenmeter sind Höhenmeter und die gibt’s schließlich nirgendwo geschenkt. Egal, irgendwann stehen wir am bekannten Drop in. Links und rechts zwei große Schneemäuler.

Hmmmm immerhin sind die ein wenig angezuckert. „Wird schon passen, denn dann sind sie ja wieder zusammengefroren“ reden wir uns ein. Aber dann will doch keiner voraus fahren.

Nach einer Runde Schere-Stein-Papier darf ich zuerst. Aber schon vor dem ersten Turn ist klar: das passt heute. Der Markus hat ein neues Brett und das wird hier gleich ordentlich eingeweiht.

Dieses Mal handelt es sich um ein weiteres Wildschnee Brett, das von Comera produziert wird. 157cm lang, Taper, leicht und wendig. Spezialität hier: Im Aufstieg zeigt das Tail nach vorne. Wer wissen will warum das Ganze, fragt den Markus bitte selber. Irgendwas wird er sich dabei gedacht haben.

Dass es so gut geht hätten wir nicht gedacht. Am allerwenigsten, als wir heute noch im Auto saßen. Aber die Schneedecke reicht genau. Es liegen zwischen 20 und 40 cm und das genügt für ordentliche Sprays. Solang niemand in der Spur vom Vordermann unterwegs ist, bleiben die Steine unberührt.

Nach einer absolut genialen Abfahrt müssen wir uns dann noch mal zum Stümpfling raufplagen, aber was tut man nicht alles. Oben dann noch mal umbauen und weil wir glauben, dass da noch ein wenig Powder zum Abgreifen ist, fahren wir in der Spur vom Kurvenlift runter. Kurz zusammengefasst: blöde Idee. Sehr eng, eisige alte Spuren und wenig Gaudi, aber die hatten wir ja vorher zur Genüge.

Klarer Tagessieger: Der Winterworker von Spontex. Weich, elastisch, warm, ohne Nähte und wasserdicht. Zudem feinfühlig genug, um die Kamera zu bedienen. Das ist ziemlich nah am perfekten Tourenhandschuh und das alles für weniger als 10 Euro. Für mittlere Minusgrade eine echte Empfehlung

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